MOZAs Angriff auf den Motion-Markt und KI-Coaching
Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an, dem HMA150 Motion Actuator. Dass ein High-End-System 150 Millimeter Federweg, 150 Hertz Vibrationsfrequenz oder 1G Beschleunigung liefert, ist in der absoluten Oberklasse schlichtweg der zu erwartende Standard. Was dieses System aber zu einem echten technologischen Meilenstein für das heimische Cockpit macht, ist das Packaging. Wer sich bisher ein 4‑Achsen-System ins Haus geholt hat, musste unfassbare Schmerzen beim Rig-Aufbau ertragen und riesige, brummende 220-Volt-Industrie-Steuerkästen samt armdicken Kabelsträngen neben dem Simulator verstecken. MOZA hat dieses massive Problem absolut brillant gelöst, indem die gesamte Steuerelektronik direkt in das kompakte Gehäuse der Aktuatoren integriert wurde. Ein sauberes 48-Volt-System, das den Kabelsalat quasi eliminiert und High-End-Motion endlich wirklich wohnzimmertauglich macht. Gepaart mit der aggressiven Preispolitik, die wir von MOZA aus dem Direct-Drive-Markt kennen, wird diese Kombination aus elegantem Design und bezahlbarem Preis den Markt der etablierten Platzhirsche extrem unter Druck setzen. Plötzlich wird ein 4‑Achsen-System für die breite Masse greifbar.
Auch beim Thema Fahrertraining zeigt sich dieses Prinzip der smarten Weiterentwicklung. Der neue KI-Coach im sogenannten «Racing Lab» erfindet die Telemetrieanalyse nicht neu. Software, die unsere Rundenzeiten mit denen von E‑Sports-Profis vergleicht und uns auf dem Monitor zeigt, wo wir Zeit liegen lassen, nutzen wir im professionellen Coaching schon lange. Der geniale, innovative Kniff von MOZA ist jedoch die nahtlose physische Hardware-Integration. Anstatt euch nur trockene Graphen zu präsentieren, greift die KI aktiv auf eure MOZA Wheelbase und die Active Pedals zu. Das System zwingt euren Händen und Füssen den perfekten Lenkwinkel und Bremsdruck buchstäblich auf. Man schaut sich die perfekte Linie nicht mehr nur an, man wird physisch durch sie hindurchgeführt. Das ist für den Aufbau von Muskelgedächtnis ein gewaltiger Sprung und hebt das Konzept des Coachings auf ein Level, das reine Datenanalyse schlicht nicht leisten kann.

Abgerundet wird das GDC-Lineup durch den Motion Manager. Diese KI-gestützte Software analysiert in Echtzeit Bild und Ton von Spielen, die eigentlich gar keine Telemetriedaten senden, und übersetzt diese in Bewegungen der Aktuatoren. Dass man nun auch in Titeln wie Grand Theft Auto, Red Dead Redemption oder Cyberpunk 2077 das Rumpeln der Strasse und harte Einschläge physisch spürt, kennen wir bereits von D‑BOX oder Motion Systems, ist für den Hardcore-Racer auf iRacing vielleicht nur eine nette Spielerei am Rande. Es macht das gesamte Rig aber zu einer ultimativen Entertainment-Maschine für alle Gaming-Genres, was den Nutzwert der Hardware noch einmal enorm steigert.
Unser Fazit nach dieser Präsentation ist glasklar. MOZA spielt hier das perfekte Playbook: Sie nehmen elitäre, oft viel zu komplizierte Hardcore-Technologie aus der Nische, verpacken sie in ein unfassbar sauberes, funktionierendes Ökosystem ohne Kabelsalat und machen sie durch einen zu erwartenden Kampfpreis für alle zugänglich. Genau diese Demokratisierung von High-End-Equipment ist es, die uns bei SimUltimate so begeistert. Wir bereiten in unserem Showroom schon einmal alles vor, um zu testen, ob MOZAs Kampfansage auf der Strecke genauso gut funktioniert wie auf dem Papier. Der Release ist auf Q3 2026 geplant – weitere Infos folgen.










