Dein Warenkorb ist leer

Conspit CPP.Evo V2 – Warum das unsichtbare Update der eigentliche Gamechanger ist

04. Februar 2026
Wir haben lange auf das Update der beliebten Conspit CPP.Evo Pedale gewartet. Wer beim Launch allerdings ein komplett neues Design erwartet hat, dürfte sich kurz die Augen gerieben haben: Die V2 sieht exakt so aus wie die V1.

Ent­täuschung? Ganz im Gegen­teil.

Im Sim­rac­ing zählt nicht, wie gut das Ped­al im Rig aussieht, son­dern was passiert, wenn du in der let­zten Runde mit abbauen­den Reifen in die Haar­nadelkurve hinein­bremst. Con­spit hat bei der V2 genau das gemacht, was wir uns von echter Hard­ware-Entwick­lung wün­schen: Kein Facelift für die Optik, son­dern eine Herz-OP für die Per­for­mance.

Wir haben uns die tech­nis­chen Daten­blät­ter und die inter­nen Änderun­gen der V2 genau ange­se­hen. Hier ist unsere Analyse, warum dieses Ped­alset mech­a­nisch in ein­er anderen Liga spielt als sein Vorgänger.

Schluss mit Alu: Der Kol­ben-Upgrade
Die V1 war solide, keine Frage. Aber Alu­mini­umkol­ben in Hydrauliksys­te­men haben eine physikalis­che Schwäche: Ober­flächen­härte und Rei­bungsko­ef­fizien­ten. Con­spit hat den Alu­mini­umkol­ben in der V2 raus­ge­wor­fen und durch einen ver­chromten 45-Stahlkol­ben erset­zt.

Warum uns das begeis­tert: Jed­er, der Hydraulikpedale schon mal am Lim­it bewegt hat, ken­nt das Risiko des «Stick-Slip-Effek­ts» (Ruck­gleit­en). Wenn der Kol­ben unter Seit­en­last (durch den Fuss­winkel) min­i­mal verkan­tet oder die Ober­fläche zu weich ist, lei­det die Dosier­barkeit. Die Ver­chro­mung des neuen Stahlkol­bens sorgt für eine spiegel­glat­te, extrem harte Ober­fläche. Das bedeutet für uns im Cock­pit: Weniger Rei­bung, null Flex im Zylin­der und eine deut­lich höhere Lan­glebigkeit, selb­st wenn ihr zu den Fahrern gehört, die mit 100 kg+ in die Eisen steigen.

Das Dich­tungs-Dilem­ma gelöst (Dual Step-Seal)
Das ist der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen tren­nt. Die V1 nutzte eine Stan­dard-Polyurethan-Dich­tung. Das funk­tion­iert, erzeugt aber Rei­bung. In der V2 set­zt Con­spit auf eine Dual Step-Seal Struk­tur (O‑Ring + PTFE-Gleitring).

Der Tech-Talk: PTFE (Poly­te­tra­flu­o­rethylen) hat einen der niedrig­sten Rei­bungsko­ef­fizien­ten aller Fest­stoffe. Con­spit gibt an, die Rei­bung um ca. 50% reduziert zu haben. Zudem hält das Sys­tem nun the­o­retis­chen Drück­en bis 400 bar stand.

Was das auf der Strecke bedeutet: Vergesst die 400 bar, die treten wir eh nicht. Aber die 50% weniger Rei­bung sind mas­siv. Das entschei­dende Stich­wort ist Hys­terese beim Rück­lauf.

Beim Trail Brak­ing – also dem langsamen Lösen der Bremse zum Scheit­elpunkt hin – kämpfen viele Hydrauliksys­teme damit, dass das Ped­al min­i­mal langsamer zurück­kommt, als der Fuss es frei­gibt (durch die Rei­bung der Dich­tun­gen). Mit dem neuen PTFE-Sys­tem klebt das Ped­al förm­lich an eur­er Fuss­sohle. Das Lösen der Bremse wird genau­so präzise wie das Treten. Das ist genau das Quäntchen Kon­trolle, das über Unter­s­teuern oder per­fek­ten Rota­tion entschei­det.

Hybrid-Set­up: Fed­ern tre­f­fen Elas­tomere
Ein weit­eres Detail, das uns pos­i­tiv aufge­fall­en ist: Die Abkehr vom reinen Elas­tomer-Stack hin zu ein­er echt­en Hybrid-Lösung.

Die V2 nutzt nun hochlin­eare «Die Springs» (Werkzeugfed­ern) in Kom­bi­na­tion mit Elas­tomeren. In der V1 war der Über­gang zwis­chen «Leer­weg» (Brems­beläge anle­gen) und «Druck­auf­bau» (Wand) manch­mal etwas schwammig, da Elas­tomere von Natur aus pro­gres­siv sind. Durch den Ein­satz der lin­earen Fed­ern in der ersten Stufe bekommt ihr jet­zt einen kristal­lk­laren Druck­punkt. Ihr spürt mech­a­nisch exakt, wann der Leer­weg über­wun­den ist und die Hydraulik die Arbeit übern­immt. Das macht das Muskelgedächt­nis viel zuver­läs­siger trainier­bar.

Was bleibt (zum Glück) gle­ich?
Wir sind froh, dass sie das Chas­sis nicht ange­fasst haben. Das CNC-gefräste 6061-T6 Alu­mini­um war schon bei der V1 «bombproof». Auch das M‑DVF Vibra­tions­mod­ul ist wieder an Bord – für uns nach wie vor eines der besten Fea­tures, um ABS-Ein­satz oder block­ierende Räder via SimHub direkt am Fuss zu spüren. Das ist kein Spielzeug-Rum­ble, son­dern echt­es Feed­back.

Unser Faz­it zum Release
Der 4. Feb­ru­ar markiert für Con­spit den Schritt vom «Guten Preis-Leis­tungs-Tipp» hin zu «Seri­ous Engi­neer­ing». Die CPP.EVO V2 ist ein Ped­al für Puris­ten. Wer ver­ste­hen will, warum er beim Trail Brak­ing plöt­zlich kon­stan­ter ist, der wird die inter­nen Upgrades der V2 lieben. Das Upgrade auf den Stahlkol­ben und die PTFE-Dich­tun­gen eli­m­iniert die grössten Schwach­stellen herkömm­lich­er Sim­rac­ing-Hydraulik.

Die ersten Char­gen sind bere­its heiss begehrt, Aus­liefer­ung startet ab dem 8. Feb­ru­ar 2026. Sichert euch euer Set, bevor die erste Welle durch ist.

3 Comments

  1. Muss mir jet­zt echt mal über­legen, ob ich auf die Con­spit CPP.Evo V2 umsteigen soll, klingt nach einem echt­en Per­for­mance-Boost.

    Antworten
  2. Ich hab on einem alten Log­itech G29 auf das Con­spit CPP.Evo V2 Ped­alset gewech­selt. Der Unter­schied ist echt krass, vor allem bei der Brem­skon­trolle in engen Kur­ven. Die neue Dich­tung­stech­nolo­gie macht das Gefühl viel präzis­er, ohne dieses lästige Ruck­eln. Bin jet­zt viel kon­stan­ter unter­wegs und die Lan­glebigkeit ist ein Bonus, den man direkt merkt.

    Antworten
  3. Benutze seit kurzem die Con­spit CPP.Evo V2 und die Präzi­sion beim Brem­sen ist ein­fach der Wahnsinn. Der Wech­sel auf den Stahlkol­ben hat echt was gebracht, die Dosier­barkeit ist viel bess­er.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Siehe auch