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Le Mans Ultimate sprengt seine Grenzen mit dem neuen US Track Pass

05. Juli 2026
Le Mans Ultimate galt bisher als die absolut puristische Pilgerstätte für Fans der FIA WEC und der legendären 24 Stunden von Le Mans. Alles drehte sich streng um das Regelwerk und die Strecken des Automobile Club de l'Ouest (ACO). Doch pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag zieht Publisher Motorsport Games ein echtes Ass aus dem Ärmel: Der kommende US Track Pass bringt gleich sechs neue, nordamerikanische Kurse in die Simulation. Den spektakulären Anfang machen dabei keine Geringeren als Daytona und Laguna Seca. Wir schauen uns an, was diese gewaltige Erweiterung für unseren virtuellen Rennalltag bedeutet.

Wer in Le Mans Ulti­mate bish­er nor­damerikanis­chen Asphalt unter die Slicks nehmen wollte, war auf Sebring und die oft polar­isierende Strecke in Austin (COTA) beschränkt. Die streng an die WEC gebun­dene Streck­e­nauswahl sorgte zwar für absoluten Real­is­mus bei der Nach­stel­lung der echt­en Meis­ter­schaft, liess aber den Wun­sch nach mehr fahrerisch­er Abwech­slung offen. Die Ankündi­gung des US Track Pass ist deshalb ein echter Gamechang­er für die Sim­u­la­tion. Dass die Entwick­ler sich nun von den reinen ACO-Streck­en lösen, öffnet die Tür für eine gigan­tis­che spielerische Vielfalt. Von den ins­ge­samt sechs ver­sproch­enen Kursen wur­den die ersten bei­den Schw­ergewichte bere­its enthüllt: Der Day­tona Inter­na­tion­al Speed­way und der Weath­erTech Race­way Lagu­na Seca. Diese sollen voraus­sichtlich zusam­men mit dem näch­sten grossen Update auf die Ver­sion 1.4 erscheinen.

Der Blick in die Glaskugel: Wann geht es los?
Auch wenn offizielle Release-Dat­en und Preise für den kostenpflichti­gen Sea­son Pass noch nicht in Stein gemeis­selt sind, liefert der erst kür­zlich veröf­fentlichte Mul­ti­play­er-Kalen­der von Le Mans Ulti­mate ver­rä­ter­ische Hin­weise. Dort find­en sich für die kom­menden Monate auf­fäl­lig viele Events, die schlichtweg mit «TBA» (To Be Announced) markiert sind. Das erste dieser noch geheimen Spe­cial Events ist bere­its für den 28. Juli ter­miniert, gefol­gt von weit­eren mys­ter­iösen Platzhal­tern im August, Sep­tem­ber, Okto­ber und Dezem­ber. Wer Eins und Eins zusam­men­zählt, erken­nt hier ganz klar die geplante Roadmap. Wir kön­nen stark davon aus­ge­hen, dass Day­tona und Lagu­na Seca noch vor Ende Juli in unseren Cock­pits ankom­men, während die restlichen vier Streck­en dann wahrschein­lich im Dop­pel­pack über den Herb­st verteilt nachgere­icht wer­den.

Ein IMSA-Feel­ing ohne offiziellen Stem­pel
Was uns bei dieser Ankündi­gung aus ein­er rein fach­lichen Per­spek­tive sofort ins Auge gestochen ist: Die offizielle IMSA-Marke glänzt durch kom­plette Abwe­sen­heit. Das bedeutet im Klar­text, dass wir zwar die leg­endären amerikanis­chen Streck­en bekom­men, das Ganze aber ver­mut­lich nicht in ein offizielles IMSA-Lizen­zge­wand mit entsprechen­den Ban­nern und Menüs gehüllt wird. Für uns an den Rigs ändert das am reinen Fahrspass jedoch abso­lut nichts. Die Hyper­cars in Le Mans Ulti­mate sind das tech­nis­che Äquiv­a­lent zu den GTP-Boli­den der amerikanis­chen Serie. Ein 24-Stun­den-Ren­nen in Day­tona mit den WEC-Hyper­cars, LMP2s und GT3-Fahrzeu­gen aus LMU zu simulieren, bringt uns exakt das Mul­ti-Class-Chaos ins Haus, das wir an der amerikanis­chen Rennkul­tur so lieben.

Aero­dy­namik-Spa­gat und die leg­endäre Corkscrew
Aus fahrerisch­er Sicht bedeutet die Ankun­ft dieser bei­den Streck­en eine völ­lig neue Her­aus­forderung, die unser Set­up-Wis­sen mas­siv auf die Probe stellen wird. Day­tona und Lagu­na Seca kön­nten unter­schiedlich­er kaum sein. In Day­tona wirst du gezwun­gen sein, den Aero­dy­namik-Wider­stand drastisch zu reduzieren, um auf den end­losen Bank­ing-Ger­aden nicht ver­hungern zu müssen. Der kri­tis­che Punkt wird hier die Bus-Stop-Schikane (die heutige Le Mans Chi­cane) sein, bei der du das Auto aus Höch­st­geschwindigkeit extrem hart abbrem­sen und aggres­siv über die Curbs wer­fen musst, ohne das stark ent­lastete Heck zu ver­lieren.

Lagu­na Seca hinge­gen ist eine reine Han­dling-Strecke, die den Reifen­ver­schleiss im ohne­hin schon kom­plex­en LMU-Reifen­mod­ell bru­tal in die Höhe treiben wird. Die leg­endäre Corkscrew-Kurve wird mit dem enor­men Gewicht und dem mas­siv­en Drehmo­ment eines Hyper­cars zum ulti­ma­tiv­en Test für das Gewichtsver­lagerungs-Man­age­ment. Wer hier die Bremse beim Ein­lenken in den blind­en Drop nicht extrem san­ft löst, ver­liert unweiger­lich die Front und rutscht hil­f­los in den kali­for­nischen Sand.

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